die geschichte der vineyard heidelberg

vineyard heidelberg journey . german

Die Vineyard Heidelberg ist eine Gemeindegründung in Heidelberg. Wir wollen durch aktives und relevantes Leben mit Gott Menschen in Heidelberg in eine Beziehung mit Gott, anderen und sich selbst rufen. Alle Infos und Übersicht gibt es unter: vineyard-heidelberg.de.

Gebete, Kommentare und Feedback sind willkommen.

Mittwoch, März 24, 2010

Der Brief - Teil 3

... Die Frau schaut besorgt aus dem Fenster. "Vertraust du deinem Mann", hatte ihr gemeinsamer Freund sie gefragt. Sie dreht sich um: "Ja, ich vertraue ihm, aber..." "Aber du machst dir Sorgen", vollendet der Freund ihren Satz. Er sieht sie mit einem kleinen Lächeln an. "Ja", antwortet sie, "natürlich mache ich mir Sorgen - was soll ich den tun wenn er uns kein Geld schickt?!". Unruhig läuft sie im Zimmer auf und ab. Der Freund zeigt auf die Couch: "Setz dich doch", sagt er mit ruhiger Stimme, "deine Sorgen sind unbegründet".
Die Frau setzt sich auf die Couch und blickt traurig zu ihrem Freund: "Unbegründet? Woher willst du das wissen?". Der Freund setzt sich auf den Sessel neben der Couch und reicht ihr den Brief zurück. "Du hast mir den Brief deines Mannes gezeigt. Aber da ist doch noch etwas im Umschlag?" "Ja," antwortete sie, "aber das ist nur ein Stück Papier, mit dem ich nichts anzufangen weiß. Er schickt immer diese kleinen Papierstücke mit. Ich habe sie gesammelt - in der Annahme, dass er sie für unsere Unterlagen aufbewahren will..."
Der Freund schmunzelt nun: "Nun, diese Papiere sollen ganz bestimmt nicht in eure Unterlagen! Du heftest ja auch keine Geldnoten dort ab, oder?!" Verwirrt blickt die junge Frau auf: "Wie meinst du das denn?" "Nun, diese Papierscheine, sind keine wichtigen Unterlagen zum Abheften, sondern schlicht und ergreifend Checks. Checks, mit denen du schon vor Wochen zur Bank hättest gehen können, um sie dort in Bargeld einzutauschen. Dein Mann hat dir diese Checks geschickt, damit auf dem Postweg kein Geld verloren geht!" Er machte eine Pause und sah wie der Gesichtsausdruck seiner Freundin von Verwirrung zu Hoffnung wechselte. "Du meinst, ich habe die ganze Zeit Checks abgeheftet anstatt sie auf der Bank gegen Bargeld einzulösen?!" Erleichterung machte sich breit. "Ja, genau das meine ich". Die junge Frau sprang auf. Ungläubig schüttelte sie den Kopf. Tränen lief ihr über die Wangen. Tränen der Erleichterung und Freude.
Wie die Geschichte nun weitergeht, wissen wir nicht. Es ist wohl anzunehmen, dass die junge Frau noch am gleichen Tag zumindest einen Teil der Checks zur Bank brachte und einlöste. Es ist anzunehmen, dass ihre Sorgen und Ängste von ihr abfielen und sie ihrem Mann einen Brief schrieb - voller Dankbarkeit und Freude. Es ist anzunehmen, dass der Mann diesen Brief las und sich freute, dass seine Frau ihm zum ersten Mal in einem ihrer Briefe für seine Mühe und seinen Einsatz dankte.
Ist es nicht auch bei uns manchmal so? Haben nicht auch wir unsere Schwierigkeiten und Kämpfe, Gottes "Währung" in manchen Situationen zu verstehen? Sind nicht auch wir manchmal blind, für Gottes Message an uns? Weil wir eine ganz andere Antwort oder eine andere Art von Antwort erwartet haben?
Vielleicht gilt es manchmal zu warten. Vielleicht schweigt Gott manchmal eine Weile. Aber vielleicht gilt es manchmal auch einfach den Check einzulösen, den ER uns schon längst geschickt hat. Vielleicht gilt es manchmal seinen Zusagen zu glauben, die ER schon vor langer Zeit gemacht hat.
"Kann man wirklich noch mehr erwarten? Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein? Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle dem Tod ausgeliefert. Sollte er uns da noch etwas vorenthalten?. (Römer 8,31+32, HfA)

Donnerstag, Februar 25, 2010

Der Brief - Teil 2


Während ihr Mann ins Ausland zog um dort Arbeit zu finden, wartet seine Frau nun also Zuhause auf ein Lebenszeichen von ihm. Schließlich hatte sie ihn schweren Herzens ziehen lassen, damit er für sie und die Kinder sorgen konnte. Doch Nichts geschieht in den ersten Wochen...
"Jeden Morgen ging die Frau zum Briefkasten. Und jeden Morgen wurde ihr Herz schwerer: keine Nachricht. Sie begann sich ernsthaft Sorgen zu machen. Was war geschehen? War ihrem Mann etwas zugestoßen? Warum meldete er sich denn nicht? Hatte er sie etwa vergessen? Und wovon sollten sie die nächsten Tage leben?!...
Dann zu Beginn der neuen Woche geschieht das Wunder: im Briefkasten liegt ein Brief von ihm! Voller Aufregung rennt die Frau die Treppe hoch und reißt hastig den Umschlag auf. Sie liest den Brief, immer und immer wieder. Tränen der Freude. Aber auch Verwirrung und Enttäuschung. Denn der Brief enthält kein Geld, das sie so dringend gebraucht hätte. Ihr Mann schreibt, dass es ihm gut ginge und er Arbeit gefunden hätte. Dass er sie und die Kinder vermisse und viel an sie denke. Doch wie die Frau den Brief auch dreht und wendet - kein Geld ist darin zu finden. Trotz der Angst um die Zukunft, nimmt die Frau alle Hoffnung zusammen: vielleicht im nächsten Brief?!
Doch als dieser nach vier weiteren Wochen ankommt, ist die Enttäuschung und Verwirrung der Frau noch größer als davor: wieder nur berichtet ihr Mann von seinem neuen Job, der neuen Umgebung und seinen Erlebnissen. Wieder schreibt er nur, dass er sie vermisst - doch kein Geld für sie und die Kinder. Mutlos sakt die Frau auf ihren Stuhl: was soll sie bloß tun?!
Und so beschließt die Frau einen Freund um Rat zu fragen. Mit den Briefen in der Tasche geht sie zu ihm und bittet ihn um Hilfe. Sie erklärt ihm die Situation: wie sie und ihr Mann sich schweren Herzens trennten und er loszog um Arbeit zu finden. Wie sie Wochen lang gewartet und gehofft hatte. Wie sie nun, da sie seine Briefe erhält, froh ist, dass es ihm gut geht. Doch wie sie sich sorgt und Angst um die nächsten Tage hat, da sie kein Geld mehr zur Verfügung hat... Der Freund hört zu. Verständnisvoll nickt er. Und dann stellt er eine schlichte Frage. Er fragt: 'Vertraust du in all dem deinem Mann?'. Erstaunt blickt die Frau auf. Mit sorgvollem Blick schaut sie aus dem Fenster und flüsternd wiederholt sie die Frage: 'Vertraue ich ihm?'."

Auch uns stellt sich im Leben manchmal diese Frage: "Vertraue ich ihm?". Vertraue ich Gott? Vertraue ich seiner Liebe? Seiner Versorgung? Seinen Zusagen? Vertraue ich darauf, dass ER mein Bestes will? Dass ER mich nicht im Stich lässt?! Denn genau darum geht es in Zeiten, wo wir Gottes Handeln nicht verstehen. Es geht um die Vertrauens-Frage. Und wir sind herausgefordert uns dieser Frage zu stellen: Vertraue ich IHM?

Dienstag, Februar 09, 2010

Der Brief - Teil 1

Neulich hat Murat in einer Predigt eine interessante Story erzählt. Da sie mich sehr angesprochen hat und Vieles von dem widerspiegelt, was ich (und sicher auch Andere) beim Unterwegssein mit Gott so erleben, will ich sie hier - mit ein paar persönlichen Gedanken und Ergänzungen - widergeben. Leider ist mir die ursprüngliche Quelle der Geschichte nicht bekannt - falls jemand diese kennt, bitte melden! Ich nenne die Story "Der Brief". Hier Teil 1:


"In einem armen Land mit hoher Arbeitslosenquote lebte eine junge Familie am Existenzminimum. Vater und Mutter waren arbeitslos und da es in der Umgebung kaum Aussichten auf einen Job gab, beschlossen die Eltern, dass der Mann ins Ausland gehen solle, um dort Arbeit zu finden. Die Mutter würde bei den Kindern bleiben und sich vor Ort um alles kümmern. Schweren Herzens nahmen sie Abschied und der Mann versprach seiner Frau zu schreiben und - sobald wie möglich - Geld für die Familie zu schicken. Eine letzte Umarmung und der Mann zog los...

Während ihr Mann nun im Ausland auf Jobsuche war, widmete die Frau sich ihren Kindern und dem Haushalt. Sie versuchte das Bisschen, was sie hatten, sparsam und behutsam einzuteilen. Sie wusste ja nicht, wann sie wieder von ihrem Mann hören würde oder wie lange es dauern würde, bis er ihnen Geld schicken konnte. Jeden Morgen, wenn die Post kam, ging sie aufgeregt und mit zitternden Händen zum Briefkasten. Doch in den ersten Tagen geschah Nichts: jedes Mal wenn sie hoffnungsvoll den Briefkasten öffnete, war er leer. Bis auf die wenigen Male, wo sie eine Rechnung darin fand. Keine Nachricht von ihrem Mann. Kein Lebenszeichen. Zwischen Traurigkeit und Hoffnung wankend, vergingen so mehrere Tage...".


Soweit Teil 1. Mich erinnert der Einstieg in diese Story, dass es im Leben definitiv solche Zeiten gibt. Zeiten, wo es uns genau wie dieser jungen Mutter geht: wir schwanken zwischen Hoffnung und Traurigkeit. Zwischen Glauben und Zweifel. Zwischen Vertrauen und Misstrauen. Zwischen Zuversicht und Verzweiflung. Vielleicht haben wir Gott um etwas Spezielles gebeten. Vielleicht hoffen wir in einem bestimmten Bereich auf sein Eingreifen. Auf ein Wunder. Auf eine Gebetserhörung, die wir so dringend brauchen! Doch der Briefkasten bleibt leer. Kein Lebenszeichen, keine Ermutigung, keine Veränderung. Es passiert einfach gar nichts. Der Himmel scheint zu schweigen. In solchen Zeiten helfen platte Sprüche wie "Kopf hoch" oder "Das wird schon wieder" wenig. Wir brauchen Gottes Reden. Sein Eingreifen. Etwas Übernatürliches. Unser Herz schreit: "Gott, wenn du hier nicht eingreifst, sind wir verloren". Und wir wissen, dass wir damit Recht haben.


Die Brief-Story geht weiter. Doch das weiß die Frau noch nicht. Und auch wir wissen es in solchen Zeiten nicht. Noch ist der Briefkasten leer. Wird es sich je ändern?!


In solch einer Phase schrieb David Psalm 13. Schöne Vertonung von Vineyard UK hier: Psalm 13.

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Dienstag, November 24, 2009

Part 3 und Abschluss der Pilgerreise!! (Tage 15-21)

Die Pilgerreise geht auf ihre letzte Strecke. Hier sind die Daten für die Tage 15-21.

Am kommenden Samstag haben wir einen speziellen Gottesdienst zum Thema und freuen uns auf den gemeinsamen Abschluss der Pilgerreise.


Pilgerreise Woche 3

Donnerstag, November 19, 2009

"Gerechtigkeit Schenken" ? Warum man uns in den nächsten Wochen auf dem Bahnhofsplatz findet

Auf dem Bahnhofsplatz...

Stellt euch folgende Szene vor: es ist Advent. Auf dem Heidelberger Bahnhofsplatz stehen die kleinen Weihnachtsmarktbuden aus Holz. Es riecht nach Zimt und Tannenzweigen. Im Hintergrund läuft Weihnachstmusik. Leute schlendern über den Platz, trinken Glühwein, warten auf ihren Zug oder suchen ein paar kleine Geschenkideen. Es herrscht ein buntes Kommen und Gehen, die Kälte lockt die Menschen zu den beleuchteten Ständen. Weihnachststimmung. Manche sind gestresst und in Eile, andere schauen sich entspannt die Angebote der kleinen Holzhütten an. Eine der Hütten trägt ein Schild mit der Aufschrift "Gerechtigkeit Schenken". Das sind wir! Unsere Hütte auf dem Weihnachstmarkt! Mitten im bunten Treiben auf dem Bahnhofsplatz. Mitten unter den Reisenden und den Heidelberger Leuten. Mitten im Leben.

Gerechtigkeit Schenken

"Gerechtigkeit schenken" - so unser Motto für den Weihnachtsmarktstand. Warum gerade dieses Motto? Gerechtigkeit fördern, ist uns als Gemeinde ein großes Anliegen. Eine Möglichkeit die wir derzeit sehen ist, auf dem Weihnachstmarkt Produkte zu verkaufen, die von Organisationen stammen, denen Gerechtigkeit ebenfalls ein Anliegen ist. Organisationen, die benachteiligten Menschen in ausweglosen Situationen Hoffnung, Mut und die Chance für einen möglichen Neustart geben. So lernen z.B. ehemalige Prostituierte in Brasilien und Thailand, Schmuck oder Karten herzustellen und erhalten somit eine alternative Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Da es aber auch bei uns in Heidelberg Ungerechtigkeit gibt, arbeiten wir hier vor Ort zusammen mit Organisationen, die benachteiligten Jugendlichen und Obdachlosen neue Perspektiven aufzeigen möchten.

Wir unterstützen diese verschiedenen Organisationen, indem wir ihre Produkte auf dem Weihnachtsmarkt verkaufen. Daher: wer eines unserer Produkte kauft, unterstützt die entsprechende Organisation und schenkt somit ein Stück Gerechtigkeit. Daher: "Gerechtigkeit schenken"!

Unsere Produkte

Schaut euch die kommenden Tage doch folgende Links an, um unsere Produkte kennen zu lernen. Wir verkaufen

von "Cena" (Brasilien) Schmuck, www.missaocena.com.br
von "Townshiptees" (Südafrika) T-Shirts, www.townshiptees.com
von "Jayaho" (Indien) diverse Seidenproukte www.jayaho.ch
von "TAMARCARDS" (Thailand) Weihnachtskarten www.tamarcards.com
von "Oneway Heidelberg" Notizbücher und Postkarten www.oneway-heidelberg.org

Dabei soll unsere Weihnachsthütte kein reiner Verkaufsstand sein, sondern vielmehr ein Ort, wo wir uns treffen und mit anderen Leuten ins Gespräch kommen. Darüber, worum es an Weihnachten eigentlich geht. Wir wollen einen Weihnachtsmarktstand, wo Gott, der Erfinder von Weihnachten, spürbar anwesend ist und Menschen begegnen kann ? unter anderem durch uns!
Unsere Weihnachstmarkt-Aktion ist und soll ein Gemeinschaftsprojekt sein. Jeder und Jede kann und darf mitwirken! Daher: Wenn du Teil unseres Teams am Stand sein möchtest, trag dich einfach in unsere Online-Liste ein und sei dabei! Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit!

Herzliche Grüße im Namen des Vineyard-Weihnachtsmarkt-Team

Sascha Groß

Mittelteil der Pilgerreise

Wir kommen in die 2. Woche unsrer Pilgerreise. Hier sind die Daten für die kommenden Tage - Pilgerreise Woche 2

Dienstag, November 17, 2009

so war Psalm 2009

super Leute, super Location, super Lobpreiszeiten, Begegnung mit Gott, lecker Essen, tolle Gemeinschaft, inspirierende Workshops...


Auch noch Tage nach der Konferenz war ich im ziemlich geflasht von der Zeit. Was ist hängen geblieben?


So viele Leute auf einem Haufen, die Jesus lieben und sich mehr nach ihm ausstrecken wollen, Wege finden wollen, ihn anzubeten. Es wurde nicht nur darüber geredet, sondern wurde ganz praktisch: Wir hatten tolle Anbetungszeiten, in denen Gott tatsächlich gesprochen hat. Ich denke das hat mich am meisten berührt und begeistert: Gottes Reden, Eindrücke, die er uns gegeben hat, die zusammen gepasst haben, für uns als Gruppe, oder für Leute ganz individuell. Es war deutlich erkennbar, dass ER spricht - und zwar persönlich! Das war super!


Sich Zeit dafür zu nehmen- raus aus dem Alltag- ich glaub da lag ein besonderer Segen drauf.




Das Workshop-Angebot war vielfältig. Der "Kunst- und Liturgie- Workshop" als Beispiel war sehr inspirierend und ermutigend. Es ging darum, dass Gott, der Schöpfergott sich in Kunst, ihrer Vielfältigkeit und dem kreativen Schaffensgeist der Menschen widerspiegelt. Diese Wahrheit neu zu entdecken und sich trauen, sie zu leben- in der Gemeinde und auch außerhalb- das schien Thema bei den Leuten aus unterschiedlichsten Regionen Deutschlands zu sein- wow!


Außerdem waren da die Gäste aus Hannover- die Künstler-Gruppe "Saiku", die mich echt begeistert haben.Die leben ihren Traum- ihren Künstler-Traum in einer Demut, die nur von Gott kommen kann. Kunst, die nicht nur sich selbst oder den Künstler darstellt sondern die auf den Ur-Künstler Gott hinweist, ihn widerspiegelt - das hat Saiku glaubhaft und beeindruckend rübergebracht.


Es war ein besonderes Wochenende, das wundervoll Raum gegeben hat, tolle Leute kennenzulernen, sich gemeinsam auf Gott auszurichten, alte und neue Träume zu träumen, Gottes persönliches Reden zu erleben! Freu mich schon auf Psalm 2010!? :)


- von Tamara Gutmann -

Mittwoch, November 11, 2009

Pilgerreise Anbetung - Woche 1

Wir starten diese Woche in eine Reise der Anbetung. Die Themen für die Woche 1 sind hier zum runterladen. Pilgerreise2009_Woche-1.pdf