die geschichte der vineyard heidelberg

vineyard heidelberg journey . german

Die Vineyard Heidelberg ist eine Gemeindegründung in Heidelberg. Wir wollen durch aktives und relevantes Leben mit Gott Menschen in Heidelberg in eine Beziehung mit Gott, anderen und sich selbst rufen. Alle Infos und Übersicht gibt es unter: vineyard-heidelberg.de.

Gebete, Kommentare und Feedback sind willkommen.

Freitag, November 26, 2004

Update: Anbetung und Evangelisation

Unser Anbetungsabend letzte Woche war wieder gut. Es hatten einige unserer bisherigen Teilnehmer gefehlt werden Urlaub, Parties, verreist sein. Daher hatten wir uns auf weniger Leute eingestellt, waren aber wieder so um die 20. Schön und ermutigend. Der Abend war besonders, weil wir unsere Serie über Gottes Stimme zum Abschluss gebracht haben und Detlef aus Speyer die Anbetung geleitet hat. Wir haben auch zum ersten Mal so etwas wie eine ?Ministry? Zeit gehabt, wo wir für Leute gebetet haben. Das war schön.

Heute und Morgen werden wir unseren ersten Kurs anbieten. Die nächsten Monate ist Evangelisation unser Schwerpunkt und da haben wir und vorgenommen, einen Kurs zu persönlicher Evangelisation durchzuführen. Wir benutzen Material von Willow Creek (Ansteckendes Christsein) und passen es ein bisschen an. Der Name ist ?How to shine?, weil Evangelisation doch etwas technisch und abstoßend klingt. Es haben sich über 10 Leute angemeldet und ich bin mal gespannt, wie sie auf das Material reagieren.

Dienstag, November 16, 2004

Die Räume werden nichts

Die letzten zwei Anbetungsabende waren echt gut besucht mit jeweils über 20 Leuten und haben uns vor ein Problem gestellt: das Wohnzimmer ist zu klein und Leute fühlen sich nicht mehr wohl. Vor allem, wer auf dem Boden sitzt, hat es schwer, bei der Sache und offen zu bleiben. Wir hatten schon geplant, neue Räume zu suchen und hatten zwei Angebote, die vielversprechend aussahen. Doch am Montag habe ich beide angerufen, um zuzusagen und plötzlich sagen mir beide Räumeinhaber ab.

Das war total überraschend, denn beides schien nur an unsrer Entscheidung zu hängen. Aber wir haben gebetet, dass Gott uns führt und so nehmen wir diese Entscheidung dankend an. Jetzt bin ich mal gespannt, was er sonst vorhat. Dieses Mal gehen wir noch mal in Olis Wohnzimmer, aber dann muss wirklich was anderes her. Bitte bete mit uns, dass wir einen Raum bekommen, der uns weiter hilft. Wir wären gerne in der Nähe des Stadtzentrums und wenn möglich in einem nicht-kirchlichen Raum (Kino, Kneipe, Uni...).

Donnerstag, November 11, 2004

Charakter ist wichtiger als Charisma

Vor kurzem habe ich in einem Andachtsbuch folgenden Satz gelesen: »Charakter ist wichtiger als Charisma.« Mit Charakter wird das Wesen eines Menschen umschrieben. Von Jesus heißt es im ersten Kapitel des Hebräerbriefes, dass er das Ebenbild seines [Gottes] Wesens ist. Das Charisma eines Christen sind dessen Geistesgaben im Dienst für die Gemeinde.

Als ich den Herrn Jesus noch nicht kannte, durfte ich an meiner damaligen Klavierlehrerin mitverfolgen, wie sich ihr Wesen nach der Bekehrung zum Herrn verwandelte. In erster Linie erstaunte mich der tiefe Friede, den sie immer mehr auszustrahlen begann und ich beschloss für mich, dass ich diesen Frieden ebenfalls haben wollte. Zwar zog sich die Entscheidung, dem Herrn mein Leben zu übergeben, noch einige Jahre hin, doch jetzt darf ich erfahren, wie sich dieser Friede in mir anfühlt. Der Herr hat begonnen, meinen Charakter zu verwandeln und mein Wunsch ist es, dass Nichtchristen diese Veränderung wahrnehmen, stutzig werden und Fragen stellen.

Immer mehr darf ich auch erkennen, welche Gaben ich bekommen habe, um den Menschen um mich herum dienen zu können. Doch grundlegender ist es für mich zu sehen, dass ich nicht nur immer häufiger einen tiefen Frieden bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten verspüren darf, sondern alles auch mit mehr Freude tue. Gerade in diesem Punkt stehe ich erst am Anfang meiner Entwicklung. Doch in der Gemeinde sind wir alle zusammen auf dem Weg. Hier darf ich das vielfältige Wesen des Herrn in meinen Geschwistern sehen, das motiviert und ermutigt!


Volker

Samstag, November 06, 2004

Predigen hoch 3

Eine meiner Träume für die Gemeinde ist, dass wir Leuten dabei helfen, ihre Berufung zu finden. Da ich jetzt öfter zum Predigen komme, will ich da auch andere mit reinziehen. Dann können sie sehen, ob es was für sie ist und sehen, wie man das so macht. Also habe ich zwei unserer Leute (Daniel und Volker) angesprochen, ob wir ein Predigtteam machen. Die Idee dabei ist folgendes:

Jesus hat selbst zu den banalsten Aufgaben immer zwei Leute geschickt. Häufig werden Predigten aber von nur einer Person vorbereitet, gehalten und dann verarbeitet. Das ist für das emotionale Erleben schwerer (Angriffe, Stolz usw), hat nur ein Gehirn als Kreativ- und Planzentrale und verpasst viel Verbesserungs- und Schulungspotential.

Also werde ich mich mit den beiden 1x pro Woche treffen. Ich sage ihnen, was ich in 2 Wochen predigen werde, stelle ihnen die Hauptpunkte und möglichen Lösungen vor. Dann sollen sie spontanes Feedback geben und die nächste Woche darüber nachdenken. In der Woche darauf treffen wir uns wieder und reden über die Inhalte und tragen zusammen, ob uns kreative Elemente wie Filme, Gedichte, Statistiken, Geschichten usw dazu eingefallen sind. Nach der Predigt treffen wir uns wieder und werten aus, was gut war und was noch verbessert werden kann.

Ich freue mich darauf und bin mal gespannt, wie es sich in der Praxis umsetzen lässt. Bitte betet für Kreativität, Ehrlichkeit und die Führung des Heiligen Geistes.

Donnerstag, November 04, 2004

Flop-Trip

Letztes Wochenende hatten wir einen Ausflug mit unserem Team ins Elsass. Es war ein ziemlicher Flop. Ursprünglich war geplant, ein verlängertes Wochenende miteinander zu verbringen, aber wir haben einfach keine Unterkunft gefunden. Ich hatte dann vorgeschlagen, dass wir einen Tagesausflug machen, vielleicht ins Elsass. Mitte der Woche hatte ich dann gemerkt, dass wir keinen richtigen Plan haben. Also habe ich was organisiert, in der Hoffnung, dass wir gute Gemeinschaft und viel Spaß haben. Denkste.

Der erste Flop war, dass wir zum absoluten Traumrestaurant gefahren sind, das den besten Flammkuchen im Elsass haben soll - aber niemand hat uns gesagt, dass Flammkuchen nur abends serviert wird. Also mussten wir mit 12 Leuten im Gepäck ein Restaurant finden, was alles andere als leicht ist. Der Spaziergang nach dem Essen war OK, aber da wir den Ort nicht kannten, hätten wir nicht nach Frankreich fahren müssen, um uns etwas die Füße zu vertreten. Die Stimmung war dann etwas komisch, woran auch der Kaffee bei unserem guten Freund Armin in Landau nichts ändern konnte. Nach viel Fahrerei sind wir dann wieder daheim angekommen. Meine Hoffnung war, dass der Film, den ich ausgesucht hatte, alle begeistern würde. Aber "Lost in Translation" ist ein Streifen, der mir zwar von guten Freunden empfohlen wurde, der aber nicht für jedes Publikum passt. Nach 30 Minunten schnappte sich die erste Person ein Buch und fing an, zu lesen. Und so war das auch nicht wirklich cool.

Für einige Leute war es ein schöner Tag, für andere eher nervig. Ich war enttäuscht, denn ich hatte mir mehr erwartet. Man bekommt die ganze Mannschaft eben nicht so oft zusammen. Aber was soll's: es ist schön, dass solche Missgriffe verziehen werden und unsere Beziehungen stärker sind als kleine Attraktionen. Hoffentlich wird es das nächste Mal besser.