die geschichte der vineyard heidelberg

vineyard heidelberg journey . german

Die Vineyard Heidelberg ist eine Gemeindegründung in Heidelberg. Wir wollen durch aktives und relevantes Leben mit Gott Menschen in Heidelberg in eine Beziehung mit Gott, anderen und sich selbst rufen. Alle Infos und Übersicht gibt es unter: vineyard-heidelberg.de.

Gebete, Kommentare und Feedback sind willkommen.

Montag, Januar 31, 2005

Freitag war cool

Der letzte Anbetungsabend war rundum gut: wir haben uns in der Jugendherberge getroffen. Das war schon ein kleines Wunder. Wir hatten im Dezember versucht, einen Raum zu bekommen, und es war nicht möglich. Jetzt hat es auf einmal geklappt und wir hatten einen schönen Raum. Wie immer haben wir dekoriert und unsere Dias an die Wand geschmissen. Als wir dann vorher gebetet haben, kam auch schon gute Stimmungauf und wir spürten Gottes Gegenwart.

Kurz nach 8 kamen dann auch einen Haufen Leute (35). Horst Koch von Jugend mit einer Mission hat gepredigt, und wie! Das Thema war: Gott begegnen ? In Familie. Horst hat darüber geredet, ob wir Kinder in die Welt setzen würden und was unser Bild von der Zukunft ist. Viele von uns haben wirklich eine schlechte Einstellung und würden am liebsten gerne aus der Welt fliehen. Gott hat uns aber in die Welt gesetzt, dass wir sie uns untertan machen und einen produktiven Platz einnehmen. Ich glaube, das war vor allem für uns in Heidelberg wichtig. Wir sind an einem Ort, wo viele Leute ihren Beruf lernen und ihren Platz im Leben einnehmen. Da wollen wir den Leuten helfen, ihre Bestimmung zu finden und zu leben.

Wo wir in 2 Wochen sind, wissen wir noch nicht. Ich habe gemerkt, dass uns diese Suche zusammenschweißt und im Gebet vereint. Wir erleben zusammen, wie Gott eingreift, und er tat es bisher immer. Aber es ist auch eine Anspannung. Von daher, Gott, wenn du was Permanentes für uns hast, sind wir auch dankbar.

Mittwoch, Januar 26, 2005

In der Jugendherberge

Im zweiten Anlauf sind wir also doch drin. Auf unserer Suche nach einem Ort für den Anbetungsabend waren wir schon vor einigen Wochen mit der Jugendherberge in Verbindung. Damals war aber alles voll und sie wollten nicht, dass wir zu viel zu lang belegen. Jetzt brauchten wir einen Raum für diesen Freitag und da hat es geklappt. Ich bin mal gespannt, wie das wird, weil Räume ja auch immer die Atmosphäre beeinflussen, und das für uns wichtig ist.

Nächste Woche sind wir dann wieder auf der Suche nach einer Bleibe. Vielleicht können wir nochmal in die Juhe, aber sicher ist das nicht. Richtig was eigenes zu mieten ist noch zu weit weg. Wir haben noch nicht so viel Geld und brauchen es ja nur alle 2 Wochen Freitag abends. Hat jemand eine gute Idee? Wir checken noch einige Möglichkeiten in Heidelberg. Irgendwie kommt aber auch immer wieder diese Idee von einem Kaffee. Anstatt uns in einem Kaffee einzumieten, könnten wir uns eigenes machen und es dann abends für Veranstaltungen machen. Es wäre auch ein sozialer Ort, wo unter der Woche Beziehungen entstehen können (ein Third Place). Noch ist es ein Traum...

Dienstag, Januar 11, 2005

Der 7. Traum

Aus unseren bisher 6 Träumen werden jetzt 7, indem ein neuer dazu kommt: "Menschen in allen Lebenslagen mit Gott in Verbindung bringen". Bei diesem Traum geht es um folgendes:

Jeder Mensch trägt in sich eine Art Kompass. Menschen richten sich auf Gott aus, sind neutral oder zeigen von ihm weg. Egal ob sie nah an Gott sind oder 1000 Kilometer weit weg, zeigt der Pfeil eine Richtung an. Unser Ziel ist es, jede Person auf Gott auszurichten. Es ist uns dabei wichtiger, wo der Pfeil hinzeigt, als wo sich die Person befindet. Es mag Leute geben, die sind weit, weit weg von Gott, aber ihr Pfeil zeigt auf ihn hin, das heißt, sie sucht nach Gott. Diese Person wollen wir unterstützen und auf ihrem Weg ermutigen. Es mag Leute geben, die kommen dauernd zu Gottesdiensten, machen alles mögliche, sind sehr nah bei Gott, aber der Pfeil zeigt weg von Gott, das heißt sie wehrt sich gegen Gott. Diese Person wollen wir wieder auf Gott ausrichten. Auf seine Ansprüche, seine Verheißungen, seine Versorgung, seine Liebe.

Diese Ausrichtung auf Gott soll nicht nur in den klassisch religiösen Disziplinen stattfinden, wie etwas Gebet oder Gottesdienst, sondern in allen Lebenslagen: beim Essen, beim Arbeiten, in der Freizeit, beim Lernen, in der Sexualität, in Stimmungsschwankungen, usw. Das ist ehrlicher, erfüllender und auch leichter, als religiöse Übungen. Bruder Laurenz, ein Mönch des 17. Jahrhunderts, hat es so formuliert: "Menschen suchen nach Methoden, um Gott kennen zu lernen. Ist es nicht viel direkter und einfacher, alles um seiner Liebe willen zu tun! Es gibt dabei nichts Geheimnisvolles. Man muss es einfach großzügig und einfach tun."
Diese Ausrichtung auf Gott ist, was man generell als "Nachfolge" bezeichnet. Es sind keine Regeln und Pflichterfüllungen, sondern ein Leben, das sich an Jesus ausrichtet. Evangelisation ist Teil davon, indem man die Hinweise auf die Ansprüche und Verheißungen Jesu gibt. Jüngerschaft ist Teil davon, indem man diese Ansprüche und Verheißungen auf verschiedene Bereiche im Leben wahrnimmt. Heiligung ist Teil davon, wenn die Ausrichtung an Jesus beständig verfolgt wird und man immer mehr so wird wie Jesus.

Freitag, Januar 07, 2005

Das neue Jahr 2005

Ein neues Jahr bringt immer die Chance mit sich, sich zu prüfen und neue Schwerpunkte zu setzen. Wir sind super-dankbar für 2004. Gott hat uns übermäßig beschenkt. Vor allem die Beziehungen waren super. Wir waren alle herausgefordert, Gott ganz nachzufolgen. Aus einem Hauskreis sind zwei geworden. Wir haben den Anbetungsabend gestartet. Wir haben Dienst an den Armen versucht. Wir haben Evangelisationsschulungen gemacht. Wir haben zwei Wochenenden veranstaltet. Wir haben sehr ermutigende prophetische Worte bekommen.

Für das neue Jahr wollen wir uns zunächst auf Evangelisation konzentrieren. Das Thema ist immer etwas heikel, weil es so etwas berechnendes, manipulierendes an sich hat. Aber wir glauben, dass Gott die Welt über alles liebt und seine Liebe den Menschen zeigen will. Wir wollen uns auf die Suche machen, wie Gott das durch uns in Heidelberg machen will. Wir wollen seine Liebe begreifen, Wege und Formen finden, und Menschen damit segnen. Wir wollen viel probieren und alles hinterfragen. Ein spannender Weg. Mal sehen, was dabei rauskommt.

Montag, Januar 03, 2005

Die Suche beginnt von Neuem

Jetzt waren wir eigentlich schon am Ziel und jetzt geht es wieder von vorne los: die Suche nach Räumen. Unsere letzte Station war bei der Calvary Chapel. Die Räume dort haben uns gut gefallen und zu uns gepasst. Aber da die CC die Räume auch für ihre eigenen Veranstaltungen nutzt, haben sie natürlich das Vorrecht darauf. Da sie jetzt für die nächsten drei Monate Veranstaltungen dort planen, müssen wir uns wieder umsehen.

Mich hat das erinnert an das Wort von Jesus (Lukas 9, 57): ?Als Jesus und seine Jünger auf ihrem Weg weiterzogen, sprach ein Mensch Jesus an: ?Ich will dir folgen, wohin du auch gehst.? Jesus antwortete ihm: ?Die Füchse haben ihre Bauten, und die Vögel unter dem Himmel haben ihre Nester, aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlegen kann.?

Wir wollen auf jeden Fall Jesus nachfolgen und seinen Willen tun. Jetzt erfahren wir, was es heißt, keinen Platz zu haben, an dem wir uns ausruhen können. Das ist einerseits stressig, weil wir so in Unsicherheit leben. Es wäre schön, die eigenen vier Wände zu haben, die man gestalten kann, die man zuhause nennen kann und über die man verfügen kann. Andererseits spiegelt das unser Leben mit Jesus wieder: wir sind in Bewegung, können uns nicht auf Greifbarem ausruhen, sind herausgefordert, unsere Versorgung von ihm zu bekommen. Wir müssen jetzt einfach dran bleiben und sehen, wie uns Jesus weiter führt. Das beste daran ist, dass es unseren Schwerpunkt weiter auf Beziehungen hält und unsere Auftrag verstärkt, in die Welt zu gehen. Bitte bete mit uns, dass wir Gott gut hören können und sein Wille für uns passiert.