Gnade ist vom Wort her schwer Begriff, Semantik, Wortetymologie Klar - unverdient, geschenkt Und überfließend und noch mehr Aber einfach zu abstrakt und krass Ich glaube fast, mein Kopf Ist hier einfach fehl am Platz Denn Gnade kommt vom Bauch heraus Tut einfach unbeschreiblich gut Befreit von Stress, von irgendwelchen Zwängen Irgendetwas irgendjemand Recht zu machen Und kann ehrlich sein deswegen Kann Gott ohne Scheu begegnen Weil ich weiß: Auch für ihn War Gnade schwer Hat was gekostet Blut und Tränen Schmerz - Tod Und das alles als Geschenk Für mich? Ja Gnade ist.
Ein Gedicht von Matthias auf der Gemeindefreizeit in Andermatt.
Noch ein Gedicht von Tobi auf der Gemeindefreizeit in Andermatt:
Mach dir keine Sorgen Hab keine Angst komm zu mir egal (was?) du kannst immerzu zu mir Gnade nimm sie dir Habe Gnade mit dir Frag mich nach mehr Hab keine Angst mehr Herein, klopf, frag nach mir füll meinen Tempel füll ihn mir ich brauche dich brauche dich hier An diesem Ort nicht weit Weg hab ich dir vorgebahnt Von überall her füll meinen Tempel komm zu mir füll meinen Tempel füll ihn mir keine Opfer mehr
ein Gedicht von Tina auf der Gemeindefreizeit in Andermatt:
lange schatten warf meine schuld ich hatte mich von deinem licht abgekehrt was mir blieb war ein steiniger weg der ins nichts führte
ich konnte nicht zurück dein licht war so grell so stolperte ich weiter ins leere
[mir ekelte vor mir selbst aber ich konnte nicht zurück ich wünschte mich zurück aber ich konnte nicht]
wenn meine gedanken zu dir wanderten den weg zurück den ich hinter mir gelassen hatte
ach mein herz wird mir so eng aber ich kann nicht ich kann nicht zurück die welt wird so klein fern von dir dass mir kaum luft bleibt zum atmen es ist so kalt wenn deine sonne mich nicht wärmt
wie kam es eigentlich dass mein weg eine wende nahm und zurückführte zu dir?
wie kam es dass dein licht mich umfing und das dunkle das mich von dir getrieben hatte vor deinem lichte schmolz? ich höre noch deine tritte hinter mir und als ich mich umsah war ich von deiner Gnade umschlossen
"Es gibt Besuche, die wir immer aufschieben. Dazu gehört nicht zuletzt der Besuch bei unserem Ich. Und der ist nicht nur angenehm. Weichen wir dem eigenen Blick nicht aus und betrachten wir das, was uns umgibt und beschäftigt und uns vielleicht allzusehr festlegt."